Porsche: Dritte Version des Elektroflitzers

Porsches neuer Taycan 4S Porsches neuer Taycan 4S Foto: Porsche AG

Porsche bringt mit dem Taycan 4S die Einstiegsvariante seines Elektrosportwagens - Preise ab 105.607 Euro

Das geht jetzt Schlag auf Schlag: Im September erst feierte der neue Elektro-Sportwagen von Porsche seine Premiere auf drei Kontinenten, jetzt stellt das Unternehmen mit dem Taycan 4S die dritte Version der Sportlimousine vor. Das neue Modell ist mit zwei Batteriegrößen erhältlich und leistet mit der Performance-Batterie bis zu 390 kW (530 PS) oder mit der Performance-Batterie Plus bis zu 420 kW (571 PS).

Einstiegsmodell mit bis zu 407 Kilometer Reichweite
Nach Taycan Turbo S und Taycan Turbo bildet der Taycan 4S damit den neuen Einstieg in die Modellpalette. Serienmäßig ist eine einstöckige Performance-Batterie mit einer Gesamtkapazität von 79,2 kWh verbaut. Auf Wunsch ist die von Taycan Turbo S und Taycan Turbo bekannte, zweistöckige Performance-Batterie Plus erhältlich. Deren Gesamtkapazität beträgt 93,4 kWh.

Entsprechend variieren Leistung und Reichweite: Mit der Performance-Batterie kommt der Taycan 4S auf bis zu 390 kW (530 PS) Overboost-Leistung. Mit der Performance-Batterie Plus ausgestattet, leistet er bis zu 420 kW (571 PS). Aus dem Stand beschleunigt der Taycan 4S in beiden Varianten in 4,0 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei ebenfalls einheitlichen 250 km/h. Die Reichweite beträgt bis zu 407 Kilometer mit Performance-Batterie und bis zu 463 Kilometer mit Performance-Batterie Plus (jeweils nach WLTP). Die maximale Ladeleistung (Peak) liegt bei 225 kW (Performance-Batterie) beziehungsweise 270 kW (Performance-Batterie Plus).

Innovative Antriebsmaschinen und dynamische Fahrleistungen
Eindrucksvolle Beschleunigungswerte, sportwagentypisches Durchzugsvermögen und jede Menge Leistung – die Stärken des Taycan besitzt auch der neue 4S. Die permanent erregte Synchronmaschine an der Hinterachse baut mit einer aktiven Länge von 130 Millimetern exakt 80 Millimeter kürzer als die entsprechende Antriebskomponente von Taycan Turbo S und Taycan Turbo. Der im Taycan 4S eingesetzte Pulswechselrichter an der Vorderachse arbeitet mit bis zu 300 Ampere, der an der Hinterachse mit bis zu 600 Ampere.

Allradantrieb und Zweigang-Getriebe
Mit zwei permanent erregten Synchronmaschinen an Vorder- und Hinterachse (also Allradantrieb) sowie einem Zweigang-Getriebe an der Hinterachse verfügt der 4S bei der Antriebsarchitektur über die wesentlichen technischen Highlights seiner Modellbrüder. Gleiches gilt auch für das intelligente Lademanagement sowie die günstige Aerodynamik. Mit einem cw-Wert ab 0,22 liefert sie einen entscheidenden Beitrag zu einem geringen Energieverbrauch und damit zu einer hohen Reichweite.

Exterieur-Design mit Porsche-DNA
Mit eigenen Designakzenten will der Taycan signalisieren, dass ein neues Zeitalter begonnen hat. Zugleich trägt er unverkennbar die Porsche Design-DNA. Von vorne wirkt er besonders breit und flach, mit stark gewölbten Kotflügeln. Die Silhouette wird bestimmt von der sportlichen, nach hinten abfallenden Dachlinie. Charakteristisch ist ebenso die Seitenpartie mit der starken Skulpturierung. Die schlanke Kabine, die eingezogene C-Säule und die ausgeprägten Schultern der Kotflügel führen zu einer starken, markentypischen Betonung des Hecks. Hinzu kommen Elemente wie der Porsche-Schriftzug in Glasoptik, der in das Leuchtenband am Heck integriert ist. Gewöhnungsbedürftig finden wir die Gestaltung der Frontscheinwerfer, aber vielleicht fordert auch dieses Designelement ein wenig Eingewöhnungszeit von seinem Betrachter.

Gute Unterscheidbarkeit
Zur Unterscheidung des Taycan 4S von Turbo und Turbo S tragen die aerodynamisch optimierten 19-Zoll Taycan S Aero Räder und die rot lackierten Bremssättel bei. Das Bugunterteil mit neuer Geometrie, die Seitenschweller sowie der Heckdiffusor in Schwarz sorgen für weitere optische Differenzierungen. LED-Hauptscheinwerfer inklusive Porsche Dynamic Light System Plus (PDLS Plus) sind serienmäßig an Bord.

P19 0821Das Interieur des Taycan 4S. Foto: Porsche AGInterieur-Design mit breitem Bildschirm-Band
Mit einer gänzlich neuen Architektur soll auch das Cockpit den Start in eine neue Ära markieren. Das frei stehende und gebogene Kombiinstrument bildet den höchsten Punkt auf der Instrumententafel. Das wirkt auf uns etwas zerklüftet, soll aber die Fahrerachse klar betonen. Nun ja, das ist Geschmackssache. Ein zentrales, 10,9 Zoll großes Infotainment-Display und ein weiteres, optionales Display für den Beifahrer sind formschlüssig zu einem Glasband in Black-Panel-Optik zusammengefasst.

Serienmäßig verfügt der Taycan 4S über Komfortsitze vorne mit elektrischer Acht-Wege-Verstellung sowie eine Teillederausstattung; daneben bietet Porsche im Taycan erstmals eine komplett lederfreie Ausstattungsvariante an. Innenraum-Umfänge aus Recyclingmaterial sollen die Nachhaltigkeit des Elektro-Sportwagens unterstreichen.

Fahrwerksysteme zentral vernetzt
Porsche verwendet für das Fahrwerk des Taycan ein zentral vernetztes Steuersystem. Die integrierte Fahrwerkregelung Porsche 4D-Chassis Control analysiert und synchronisiert alle Fahrwerksysteme in Echtzeit. Beim Taycan 4S ist eine adaptive Luftfederung mit Dreikammer-Technologie inklusive elektronischer Dämpferregelung PASM (Porsche Active Suspension Management) serienmäßig an Bord. An der Vorderachse verzögert eine Sechskolben-Festsattelbremse mit innenbelüfteten Grauguss-Bremsscheiben. Ihr Durchmesser beträgt 360 beziehungsweise 358 Millimeter (Vorder-/Hinterachse). An der Hinterachse kommen Vierkolben-Sättel zum Einsatz. Die Bremssättel sind rot lackiert.

Jetzt bestellen, ab Januar fahren
Wer Taycan fahren möchte, muss gar nicht so lange warten: Das Auto ist ab sofort bestellbar und soll im Januar 2020 zu den europäischen Händlern kommen. In Deutschland beginnen die Preise des "Einstiegsmodells" bei 105.607 Euro; der Turbo (152.136 Euro) und der Turbo S (185.456 Euro) sind demgegenüber ein klein wenig teurer.

 
 
 
 
 
 
 
Samstag, März 28, 2020