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Mit Premium-Pneus sicher unterwegs
Montag, den 26. September 2011

Die Winterreifenpflicht lässt das Geschäft der Reifenindustrie und des Handels kräftig brummen. Mit zahlreichen neuen Pneus für die kalte Jahreszeit starten die Hersteller in die Wintersaison. Doch was leisten die neuen Gummimischungen und Designs der großen Reifenhersteller auf Schnee, Matsch und nasser Straße?

Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung und der ACE Auto Club Europa wollten es genau wissen und unterzogen acht aktuelle Premium-Winterreifen der „Golf-Segment“-Größe 205/55 R 16 91H einem harten Praxistest in den Alpen und auf einer speziellen Reifenteststrecke. Die neuen „M+S“ Matsch- und Schnee-Spezialisten von Continental, Dunlop, Fulda, Goodyear, Michelin Nokian, Pirelli und Semperit mussten in den Disziplinen Traktion auf Schnee, Handling und Bremsen auf schneebedeckter, nasser und trockener Fahrbahn sowie Aquaplaning ihr Können unter Beweis stellen.

Als Testsieger nach Punkten fuhr der Goodyear Ultra Grip 8 (500 €) durchs Ziel, gefolgt vom Preis-Leistungssieger Semperit Speed Grip2 (426 €). Ebenfalls mit der Note „sehr empfehlenswert“ bewerteten die GTÜ-Experten den Continental WinterContact TS 830 (518 €), den Dunlop SP Winter Sport 4D (526 €) und den Pirelli Snowcontrol Serie 3 (498 €). Mit „empfehlenswert“ schnitten die Winterreifen Nokian WR 03 (438 €) und der Michelin Alpin A4 ab (538 €). Letzter im Test wurde mit „bedingt empfehlenswert“ der Fulda Kristall Control HP (450 €), der in mehreren Disziplinen deutlich schwächelte.

Bei Traktionstests auf Schnee zogen die M&S-Spezialisten von Goodyear und Dunlop an den übrigen Testkandidaten vorbei. Das breite Feld der Premium-Winterreifen folgte in geringem Abstand dicht geschlossen. Nur der Fulda fiel in dieser Disziplin etwas ab. Beim Bremsen auf schneebedeckter Fahrbahn fielen die Unterschiede bei den Testkandidaten minimal aus. Der Altmeister Conti teilte sich hier mit Goodyear den ersten Platz. Auf der Schneestraße boten Goodyear, Dunlop und Pirelli die größten Sicherheitsreserven. Auch Semperit, Conti, Michelin und Nokian waren echte Winterkönner. Einziger Ausfall: der Fulda-Reifen.

Das Profildesign der Winterreifen spielte beim Nässetest die entscheidende Rolle. Bei Aquaplaning wurden die Unterschiede deutlich. Hier hatte Goodyear die Profilrillen vorn. Ebenfalls gute Sicherheit bot der Conti. Der Rest des Testfelds zeigte kaum Unterschiede. Kurze Bremswege bei Nässe gehen auf das Konto der Gummimischung. In dieser Disziplin stellte Semperit den Sieger, Fulda stoppte eine Wagenlänge später und belegte damit den letzten Platz.

Beim Wettbewerb um den kürzesten Bremsweg auf trockener Straße schaffte Goodyear das Kunststück und gewann auch diese Testdisziplin. Die Mitbewerber folgten geschlossen mit Respektabstand. Hier war Fulda wiederum der Verlierer.

Fazit der GTÜ-Tests:
Die Unterschiede unter den Premiummarken sind deutlich geringer geworden. Goodyear ist mit dem neuen Ultra Grip 8 ein guter Wurf gelungen. Er fährt den Sieg verdient nach Hause, dicht gefolgt von Conti, Semperit, Dunlop und Pirelli, die allesamt sehr zu empfehlen sind.



 

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