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Fossile Brennstoffe werden knapp – diese Erkenntnis ist nicht bahnbrechend neu. Wer Auto oder Motorrad fährt, wer seine Strom- oder Gasrechnung aufmerksam liest, bekommt die Folgen ganz handfest im Portemonnaie zu spüren. Was also tun? Sparen und Ausweichen lautet das Motto – sparen mit immer effizienteren Motoren auf der einen Seite. Kein Hersteller kommt mehr ohne Blue Technologie, Efficient Dynamics oder Blue Motion-Modelle im Angebot über die Runden, ein co2-Ausstoß unter 100 Gramm pro Kilometer ist längst keine Seltenheit mehr. Die Alternative ist das Ausweichen auf elektrische oder Hybrid-Antriebe (solange die Brennstoffzelle und Wasserstoffantriebe noch nicht serienreif sind).
Selbst ohne die Änderung unseres Energieportfolios in Deutschland spart das Elektroauto ca. 18% CO2 ein. Denn ein Elektromotor hat einen Wirkungsgrad von bis zu 99%, während der Verbrennungsmotor einen Wirkungsgrad von 27-34% aufweist. Elektromotoren stellen im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren über nahezu den gesamten Drehzahlbereich ein gleichmäßiges Drehmoment zur Verfügung. Weder ein Schaltgetriebe noch eine Kupplung sind erforderlich. Auch das Rückwärtsfahren ist ohne Schaltgetriebe möglich. Elektromotoren sind einfacher aufgebaut und besitzen erheblich weniger bewegliche Teile als Verbrennungsmotoren.
Elektrische Antriebe sind in der Regel sehr wartungsarm. Elektroautos selbst verursachen während der Fahrt keine klimaschädlichen Emissionen. Auch der Lärm wird sehr stark reduziert. Elektrische Mobilität hat keine signifikante Auswirkung auf den Stromverbrauch. Laut eines Szenarios des Bundesumweltministeriums reicht schon ein Bruchteil der stark wachsenden, regenerativ erzeugten Strommenge aus, um 10 Millionen Elektrofahrzeuge zu 100 Prozent erneuerbar zu betreiben. Elektrofahrzeuge fahren sehr leise, die Schallemissionen begrenzen sich weitestgehend auf die Abrollgeräusche der Reifen.
Elektrische Mobilität hat keine signifikante Auswirkung auf den Stromverbrauch. Laut eines Szenarios des Bundesumweltministeriums reicht schon ein Bruchteil der stark wachsenden, regenerativ erzeugten Strommenge aus, um 10 Millionen Elektrofahrzeuge zu 100 Prozent erneuerbar zu betreiben. Dafür wären etwa 13 Milliarden Kilowattstunden im Jahr nötig. Das entspricht 14 Prozent des gegenwärtig erzeugten Erneuerbare-Energien-Stroms (91 Mrd. Kilowattstunden). Allein bis zum Jahr 2020 will die Erneuerbare-Energien-Branche ihre Stromproduktion auf 278 Mrd. Kilowattstunden steigern.
Die Treibstoffeinsparungen liegen jährlich bei etwa einem Drittel der üblichen Kosten. Der heutige Preisvorteil beim Treibstoff (Faktor 3) wird sich - bei gleichbleibender Besteuerung - in Zukunft weiter zugunsten des E-Fahrzeuges entwickeln. Dies insbesondere deshalb, weil eine weltweite Nachfragesteigerung (China, Indien, etc.) mit einer Verknappung der Öl-Fördermengen zusammenfällt.
Die Nutzung von Elektrofahrzeugen reduziert zudem die Importabhängigkeit von Erdöl. Dadurch stehen der Volkswirtschaft vermehrt Mittel für Investitionen, z.B. in Erneuerbare Energien, Bildung, etc. zur Verfügung. Auch volkswirtschaftlich ergeben sich Kostenvorteile. Wird der Strom für Elektrofahrzeuge konsequent regenerativ erzeugt, kommt es zu einer massiven Reduzierung von Umwelt-Folgeschäden.
Beim Stichwort Elektrofahrzeuge denkt mancher (vor)schnell an nachgerüstete Fahrräder für unsportliche Zeitgenossen, an hässliche, unpraktische und in Heimarbeit zusammengeschusterte Erprobungsfahrzeuge ohne Leistung, Reichweite oder Sicherheit für extreme Ökofreaks. Oder an sündhaft teure Demonstrationsobjekte wie den gern zitierten Tesla Roadster. E-Mobility hat Zukunft – ohne sein gutes Umweltgewissen durch ständigen Verzicht auf das Allernötigste schmerzhaft zu bestrafen.
E-Autos haben größte Chancen bei jungen Autokäufern Elektroautos haben noch Seltenheitswert, doch mit zunehmenden Angeboten könnte sich das bald ändern. Vor allem junge Fahrer interessieren sich für diese Fahrzeugart. Immerhin vier von zehn Deutschen können sich vorstellen, beim nächsten Autokauf ein Elektroauto zu wählen. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die im Auftrag der Fondsgesellschaft Carlson Funds durchgeführt wurde.
Besonders stark ist das Interesse an dieser neuen Fahrzeugtechnik bei jungen Menschen in der Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen ausgeprägt; hier liegt der Anteil der Interessierten bei 63 %. Befragte zwischen 50 und 59 Jahren erwägen nur zu 27 % den Kauf eines Elektroautos.
Veranlassung für den Kauf eines E-Fahrzeugs ist überwiegend der Umweltschutz (65 %). Bedeutung hat auch die Kostenfrage: 19 % der Interessierten rechnen damit, dass E-Autos günstiger sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Sieben Prozent von ihnen erwarten einen steigenden Benzinpreis, und ebenso viele räumen der neuen Technik die besten Chancen in der Zukunft ein.
Von den Befragten, die sich gegen Elektroautos entscheiden würden, war fast jeder Fünfte der Meinung, dass die Technik noch nicht ausgereift sei, 16 % stört die geringere Reichweite. Dementsprechend monierten acht Prozent das „lästige“ Aufladen. 13 % bezeichnen die Technik als zu teuer; der Anteil der Befürworter, die mit günstigen Kosten der neuen Fahrzeuge rechnen, ist nur sechs Prozentpunkte höher.
Auch eine Umfrage des ADAC zeigt, dass die Autofahrer angesichts knapper werdender Ressourcen und steigender Ölpreise grundsätzlich bereit sind, auf alternative Antriebstechniken umzusteigen, um ihre individuelle Mobilität sicherzustellen. Derzeit werden dem Elektroauto große Chancen für die Zukunft eingeräumt. Knapp 90 % der deutschen Autofahrer stehen dieser Technik positiv gegenüber, 74 % würden sich sogar ein Elektroauto kaufen. Voraussetzung ist allerdings, dass sich die Mobilität im Vergleich zur konventionellen Antriebstechnik nicht wesentlich verteuert. Auch hinsichtlich Platzangebot, Reichweite und Betankung darf es keinen Rückschritt geben.
Bildquelle: Hersteller
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