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Führerschein im Süden (fast) unbezahlbar
Donnerstag, den 24. Februar 2011

Wer in Deutschland den Pkw-Führerschein machen will, sollte die Angebote mehrerer Fahrschulen am Wohnort einholen und erst dann eine Wahl treffen. Andernfalls muss er, wie das Ergebnis eines aktuellen Preis-Checks des ADAC zeigt, mit bis zu 760 € höheren Kosten rechnen als bei der Konkurrenz.

Auf dem Prüfstand waren die Führerscheinpreise von jeweils 30 Fahrschulen in 15 deutschen Großstädten sowie je fünf Fahrschulen in 15 Kleinstädten. Testsieger ist Wittenberg in Sachsen-Anhalt, wo Fahrschüler im Schnitt nur 1.371 € bezahlen müssen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen, ebenfalls mit der Note „sehr günstig“, Leipzig (1. 372 €) und Berlin (1.406 €). Schlusslicht ist Freising in Bayern, wo man stolze 2.219 € berappen muss. Ebenfalls mit „sehr teuer“ bewertet wurden das baden-württembergische Ravensburg (2.118 €) sowie die bayerischen Städte München (2.091 €) und Straubing (2.079 €).

Wie extrem die Preise je nach Stadt und Region auseinanderklaffen können, zeigt der Vergleich zwischen Freising und Berlin. Während in Freising 2.434 € in die Kasse einer Fahrschule fließen, kann man in Berlin mit weniger als der Hälfte auskommen: 1.146 € war das günstigste Ergebnis im Test.

Auch insgesamt erwies sich das Fahrschulangebot der Kleinstädte mit einem Durchschnittspreis von 1.805 € als etwas teurer als das der Großstädte. Dort kostet ein Führerschein im Schnitt 1.689 €. Zudem variieren die Preise in den Großstädten deutlich stärker. Mehr als ein Viertel der Kosten kann man hier durchschnittlich sparen, das größte Potenzial bot dabei Leipzig mit knapp 760 €. In Kleinstädten fallen die Unterschiede etwas geringer aus, in Homburg etwa lagen nur 50 € zwischen billigstem und teuerstem Anbieter.

Die großen Preisunterschiede lassen sich auch an einzelnen Leistungen festmachen. So schraubt sich die Grundgebühr von
20 € bei einer Berliner Fahrschule bis
307 € bei einer in Freising hoch. Eklatant auch die unterschiedlich hohen Anmeldegebühren zur praktischen Prüfung: Während in Bremen von 0 bis 125 € alles drin war, verlangte eine Fahrschule in München immerhin 200 €.

Wer also auf der Suche nach einer Fahrschule ist, sollte alle Posten und Preise detailliert vergleichen – der oftmals in der Werbung herausgestellte Preis für die reine Fahrstunde ist nur die halbe Miete. Und auf keinen Fall von vermeintlich „tollen“ Schulungsfahrzeugen beeindrucken lassen (einzelne Anbieter werben z.B. mit einer Fahrstunde im Ferrari). Besser einmal im Freundes- und Bekanntenkreis nach den persönlichen Erfahrungen fragen. Denn die günstigsten Preise helfen nicht, wenn man zu früh zur Prüfung angemeldet wird, durchfällt und wiederholen muss – was dann an zusätzlichen Gebühren anfällt, geht richtig ins Geld.



 

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