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Mattschwarze Leichtmetallfelgen, Sportlenkrad, Parksensoren, Alupedale und LED-Tagfahrlicht – das soll ein Elektroauto sein? Kein Tesla Roadster für über 100.000 € wohlgemerkt? Der italienische Tazzari Zero räumt auf mit gängigen Vorurteilen von Biomüsli und Latzhose.
Optisch kommt der Elektrozwerg sehr eigenständig daher. Vor uns steht ein zwar kleines, aber vollwertiges Auto – mit einer dynamischen Schnauze, kurzen Überhängen und schicken Details wie den in die Blinker integrierten Spiegeln. Und Kotflügelverbreiterungen hat auch längst nicht jedes Elektromobil zu bieten.
Den Innenraum dominiert einerseits Plastik – ganz ordentlich verarbeitet zwar, aber langweilig anzuschauen. Andererseits hält man ein sportlich kleines Lenkrad in den Händen, die Füße bedienen Alupedale und die ausreichend bequemen Sitze lassen sich gegen Aufpreis sogar durch ultraleichte Schalensitze ersetzen. Auffälligstes Extra der Special Edition ist das zentrale Touchdisplay, über das nicht nur die insgesamt 4 verschiedenen Fahrmodi (von Rain bis Race) gewählt, sondern auch fast alle anderen Funktionen des Autos gesteuert werden. Das Display gewinnt zwar keinen Designpreis, ist aber narrensicher zu bedienen und gut ablesbar. Auf der Konsole befindet sich außerdem ein riesiger feuerroter Notausknopf. Platz ist ausreichend vorhanden – selbst Fahrer über 1,90m kommen gut zurecht.
Vor dem Start checkt der Zero kurz seine Systeme und dann kann es losgehen. Und wie es losgeht: Erstmal beschleunigt der nur eine halbe Tonne leichte Elektrorenner (in den Programmen Standart und Race; Rain ist eigentlich überflüssig und Economy taugt nur zum Herumrollen mit max 65 km/h) dank 150 Nm Drehmoment überraschend gut – Tempo 50 ist unter 5 Sekunden erreicht. Und dann wird es spannend – die Lenkung (ohne Servounterstützung) ist ultradirekt, das Fahrwerk, nicht zuletzt aufgrund des geringen Gewichts, ist auch mit dem neuen Komfort-Paket der Edition knochentrocken und die Bremse ohne Bremskraftverstärker will mit Nachdruck getreten werden. In Verbindung mit dem kurzen Radstand ergibt sich ein Fahrverhalten ähnlich einem (Renn)Kart – direkter und unverfälschter kann man (außer in einem Oldtimer) nicht Autofahren. Akustisch ist der Zwerg durchaus präsent, die Geräusche vom Getriebe und vor allem den Reifen werden aber auch bei 100 km/h Topspeed nicht störend. Trotzdem lässt sich nicht verleugnen, dass das Gewicht maßgeblich im Bereich der Dämmung gespart wurde.
Der Tazzari Zero kostet als Special Edition € 26.499,-. Dafür bekommt man einen stylishen Kleinwagen für zwei mit guter Ausstattung – elektrische Fensterheber und Außenspiegel sind ebenso an Bord wie eine Zentralverriegelung, Parksensoren hinten und ein MP3/USB-tauglicher CD-Player mit iPod-Buchse sowie das Panoramaglasdach. In der Aufpreisliste des Elektrozwergs finden sich weitere unübliche Posten wie fluoreszierende Alufelgen, Sport-Schalensitze oder eine beheizte Windschutzscheibe zu moderaten Preisen. Insgesamt ein Auto, dass überhaupt nichts vom muffigen Verzichtsimage früherer Elektromobile hat – wer ihn mag, findet ihn sexy. Und ein Auto für Individualisten mit Charakter- Reaktionen bekommt man im Tazzari Zero an jeder roten Ampel, auf jedem Parkplatz und vor jedem Supermarkt. Wer sich darauf einlässt, hat jede Menge Fahrspaß – sollte unterwegs bei aller Begeisterung aber nicht vergessen, dass weder Abs noch ESP oder Airbags an Bord sind.
| Tazzari Zero Special Edition |
| Baujahr: | 2011 |
| Listenpreis | 26.499,- € |
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L / B / H: | 2,88 / 1,56/ 1,40 m |
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Leergewicht: | 542 kg |
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Zuladung: | 195 kg |
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Gepäckraum: | 180 Liter |
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Sitzplätze: | zwei |
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Batteriekapazität: | 160 Ah |
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Leistung: | 15 kW |
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Drehmoment: | 150 Nm |
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Ladezeit bei 220V: | 9 h (Standard) |
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Spitze: | 100 km/h |
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0 auf 50 km/h: | unter 5 Sekunden |
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Reichweite: | 140 km |
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CO2-Austoß: | 0 g/km |
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Weiterführende Links
http://www.tazzari-zero.com
http://www.my-e-mobil.de
http://www.grueneautos.com/2010/12/noch-cooler-die-tazzari-zero-special-edition/
Bildquelle: mgs
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