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Weit über 600.000 Fahrzeuge hat BMW vom X3 der ersten Generation verkauft; Stückzahlen, von denen andere Hersteller nicht einmal träumen. Seit Ende November steht der Nachfolger beim Händler – entsprechend hoch sind die Erwartungen.
Ganz oben im Lastenheft der Entwickler standen mehr Komfort und mehr Platz – der Vorgänger zeigt sich im direkten Vergleich als harter Geselle mit überschaubarem Platzangebot vor allem für die Passagiere. Vor allem das Fahrwerk hat einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht: Serienmäßig mit allen aktuellen technischen Finessen wie DSC inkl. ABS und DTC (Dynamische Traktions Control), Kurvenbremshilfe CBC, Bremsassistent DBC, Trockenbremsfunktion, Fading-Ausgleich, Anfahrassistent und Bergabfahrkontrolle HDC ausgestattet, schluckt der serienmäßig mit einem Allradantrieb mit variabler Drehmomentverteilung versehene X3 Fahrbahnunebenheiten sensibler und wesentlich komfortorientierter als sein Vorgänger. Wer dem Feder/Dämpfersystem straffere Manieren beibringen will, muss die aufpreispflichtige Dynamische Dämpfer Control bestellen und hat dann die Wahl zwischen Normal, Sport und Sport Plus. Uns hat das Serienfahrwerk der Einstiegsmotorisierung 20d auch ohne dieses Feature überzeugt – in seinem Segment setzt der X3 Maßstäbe in Sachen Fahrdynamik wie –komfort.
Stichwort Einstiegsmotorisierung: Im Testwagen verrichtet ein Zweiliterdiesel mit 184 PS und 380 Nm Drehmoment seinen Dienst. Wobei Einstieg nicht Verzicht bedeutet: Im Stadtverkehr schwimmt man bei knapp über 1.000 Touren entspannt mit, ab 2.000 Umdrehungen geht es sehr spürbar voran. Dabei bleibt der Selbstzünder angenehm leise – man hört ihn zwar, aber er stört nicht. Dank ausgefeilter Effizienzmaßnahmen (BMW EfficientDynamics) wie der Bremsenergie-Rückgewinnung, der elektromechanischen Servolenkung (EPS), einer Auto Start Stop Funktion sowie bedarfsgerecht gesteuerter Nebenaggregate kommt der 20d laut BMW mit respektablen 5,6 Litern Diesel aus – für ein Fahrzeug mit fast 1,8 Tonnen Leergewicht wohlgemerkt. Bei Bedarf geht es in 8,5 Sekunden auf Tempo 100, Schluß ist bei einer Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Serienmäßig bietet BMW den kleinen Diesel mit einer 6-Ganghandschaltung an – alle anderen Modelle verfügen über die exzellente 8-Gangautomatik. Im Testwagen als Option verbaut (2.300,- €), harmoniert sie hervorragend mit dem drehmomentstarken Selbstzünder. Außerdem stehen mit dem 30d ein stärkerer Diesel mit 190 kW/ 258 PS und enormen 560 Nm Drehmoment sowie zwei Benziner mit jeweils 6 Zylindern und ebenfalls 190 kW/ 258 PS (28i ab € 45.950,-) oder turbogeladenen 225 kW/ 306 PS im 35i für € 51.850,- in der Preisliste – wobei der stärkere Turbo geringfügig weniger verbraucht.
Die Verarbeitungsqualität und Anmutung im Innenraum hat sich spürbar verbessert – die Materialien fühlen sich hochwertig an und selbst Kleinigkeiten wie Schalter oder der Innenraum des Handschuhfachs machen einen sehr guten Eindruck. Cockpit und Instrumente sowie die Bedienelemente hat BMW aus 5er bzw. 7er übernommen – was dem „kleinen“ X3 zu Gute kommt. Der Zuwachs an Länge macht sich vor allem auf der Rückbank bemerkbar – dort herrschen jetzt Platzverhältnisse, wie man sie von einem Mitteklkasse-SUV einfach erwartet. Vorn geht es ganz und gar nicht eng zu – insgesamt hat sich dort aber weniger getan. Besonders gut gefallen haben uns die mit 630,- € fair kalkulierten Sportsitze: Auf langer Strecke sind sie sehr komfortabel; lässt man es flott angehen, bieten sie einen ausgezeichneten Seitenhalt, ohne die Passagiere unnötig in die Zange zu nehmen. Ordentlich Platz bietet auch das Gepäckabteil: 550 Liter reichen für den Alltag allemal; für größere Transportaufgaben lässt es sich auf bis zu 1.600 Liter vergrößern.
39.100,- € verlangt BMW für den X3 xDrive 20d. Serienmäßig hat er neben einer natürlich vollständigen Sicherheitsausstattung mit Airbags für Fahrer und Beifahrer, Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer, Kopfairbags für die vordere und hintere Sitzreihe, crashaktive Kopfstützen vorn, Dreipunkt-Automatikgurte für alle Sitzplätze, vorn mit Gurtstrammer, Gurtkraftbegrenzer und Gurtstopper auch Goodies wie eine Wärmeschutzverglasungg, Nebelscheinwerfer sowie das Radio Business mit CD-Laufwerk inkl. MP3-Decoder und 5 Lautsprecher an Bord. Und da der X3 wie seine größeren Brüder X5 und X6 in Spartanburg USA gebaut wird, natürlich auch je zwei Cupholder in der Mittelkonsole und in der hinteren Mittelarmlehne sowie Türtaschen mit Flaschenhalter. Dank einer umfangreichen Zusatzausstattung (18-Zöller, Automatik mit Steptronic, X-Line Paket, Park Distance Control, 2-Zonenklimaautomatik, Sportsitze – um nur die größten Positionen zu nennen) knackt unser Testwagen knapp die 55.000 €-Grenze.
Mehr geht natürlich immer – muss aber nicht sein. Wer viel mit Kindern auf langen Strecken unterwegs ist, sollte über das elektrische Panoramaglasdach für 1.510 € nachdenken. Ein echtes Sicherheitsplus im Alltag ist das Head-Up Display für 1.100 €, das uns bereits im 7er und im 5er überzeugt hat. Xenon-Licht für 1.100 € trägt ebenfalls zur Sicherheit bei. Teuerste und umfangreichste Posten in der Aufpreisliste sind die unterschiedlichen Navigations-, Kommunikations- und Telematiksysteme – wer es braucht, bekommt eine Festplattennavigation mit 3D-Darstellung und Splitscreen, Sprachsteuerung, 12 GB Speicher für die eigene Musiksammlung inkl. Datenbank, DAB-Radio, Internetzugang, digitalen TV-Empfang, bis zu 600 Watt Verstärker sowie maximal 16 Lautsprecher. So wird der X3 wahlweise zum fahrenden Büro, Chatroom oder Konzertsaal.
| BMW X3 xDrive 20d |
| Baujahr: |
2010 |
| BMW X3 xDrive 20d |
| Listenpreis |
39.100,- € |
| L / B / H: |
4,65 / 1,88 / 1,66 m |
| Leergewicht: |
1.790 kg |
| Zuladung: |
575 kg |
| Gepäckraum: |
550 bis 1.600 Liter |
| Sitzplätze: |
fünf |
| Hubraum: |
1.995 cm3 |
| Leistung: |
135 kW/184 PS |
| Drehmoment: |
380 Nm |
| Getriebe: |
6-Ganggetriebe |
| Spitze: |
210 km/h |
| 0 auf 100 km/h: |
8,5 Sekunden |
| Normverbrauch: |
5,6 Liter Diesel |
| CO2-Austoß: |
149 g/km |
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Weiterführende Links
http://www.bmw-zeisler.de
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