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Die aufregende Coupé-Studie DeZir, die Renault auf dem Pariser Autosalon 2010 präsentieren wird, erlaubt einen ersten Ausblick auf die zukünftige Designlinie der Marke. Der elegante Zweisitzer mit Elektroantrieb zeichnet sich durch betont sinnliche Formen und eine leuchtend rote Lackierung aus. Flügeltüren, groß dimensionierte Räder und die markante Lichtsignatur unterstreichen zusätzlich die emotionale Formensprache, welche die künftigen Renault Modelle auszeichnen wird.
Elektrische Leidenschaft
Der Name des Concept Cars ist Programm: DeZir, gesprochen wie das französische „Désir“, bedeutet „Begierde“. Und ein Objekt der Begierde ist das kurvenreiche Coupé in jeder Hinsicht. Die sinnliche Formgebung des eleganten und dennoch bulligen Sportwagens lebt in jedem Detail. Die Front wird von einem ausdrucksstarken Lufteintritt bestimmt, Scheinwerfer mit gelochten Einfassungen betonen den technischen Charakter des DeZir. Ein Leuchtband zieht sich über die komplette Heckpartie, in deren Mitte die indirekt von hinten beleuchtete Renault Rhombe prangt. Vor allem will der Renault DeZir belegen, dass sich verführerische Autos durchaus mit umweltschonender Technik vereinen lassen. Denn das große Z im Modellnamen verweist auf die Signatur Z.E., die alle zukünftigen Elektromodelle von Renault kennzeichnen wird.
150 PS und in 2 Sekunden auf Tempo 100
Angetrieben wird die futuristische und doch so praxisnahe Studie von einem Synchron-Elektromotor mit 110 kW (150 PS) Leistung. Das maximale Drehmoment beträgt 226 Nm. Mit diesem Triebwerk beschleunigt der DeZir in fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Spurt von 0 auf 50 km/h dauert gar nur zwei Sekunden – ein weiterer Beleg für die Dynamik moderner Elektroantriebe. Übrigens erlaubt die Elektrostudie die so genannte Rekuperation: Beim Bremsen wird Bewegungsenergie zurückgewonnen und in Form von elektrischer Energie wieder in der Batterie gespeichert.
Ohne Brumm-Brumm geht es nicht
Elektro-Autos sind leise. Das mag angesichts des täglichen Verkehrslärms zwar angenehm sein, vermittelt aber weder ein Gefühl von Power, noch von Sportlichkeit oder gar von besonderer Leidenschaft. Brum-Brumm muss also sein. Deshalb bietet der DeZir als eines der ersten Elektrofahrzeuge überhaupt auch etwas für die Ohren. Gemeinsam mit dem französischen Akustikinstitut IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) entwickelte Renault eine maßgeschneiderte Akustik-Kulisse. Zudem soll jeder Fahrer nach Belieben eine eigene Klangwelt wählen können - wie das in der Praxis klingt, muss sich noch zeigen.
Gegenäufige Flügeltüren
Ein Clou ist der Zugang zu der Cockpit-artigen Fahrgastzelle über zwei sich gegensätzlich öffnende Flügeltüren. Das Interieur wird von Leichtigkeit und einer sanften Formensprache bestimmt. Sitze, Armaturentafel und der Boden sind in weißem Leder gehalten. Die roten Armaturen und Zierelemente bilden einen warmen Kontrast. Über das zentrale Display lassen sich zahlreiche Funktionen abrufen. So gleicht das Navigationssystem die Position mit den Terminen des Fahrers ab und schlägt bei Bedarf eine alternative Route vor. Darüber hinaus erhält der Fahrer alle Informationen zu der verbleibenden Reichweite und den nächsten Stromtankstellen – denn das Fahren ist in der sinnlichen Coupé-Studie DeZir immer noch das Wichtigste.
Allerdings: Studie bleibt Studie. Was sich hinterher in der Serie wiederfindet, steht auf einem ganz anderen Blatt. Sicher ist nur, dass Flügeltüren in der Produktion richtig teuer sind - Gift für großvolumige Serien. |